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Meinen Facebook Account zu löschen hat sich merkwürdig angefühlt. Zwiespältig irgendwie. Auf der einen Seite war da dieser große Wille, nach mehr Freiheit und etwas Neuem, auf der anderen Seite überkam mich auf einmal eine bisher ungekannte Sentimentalität. Ich hatte meinen Account schon bevor Facebook sich überhaupt in Deutschland etabliert hatte. Als ich 2006 nach einem Auslandsjahr aus den USA zurückkehrte, schien es eine perfekte Möglichkeit, um mit meinen Freunden dort in Kontakt zu bleiben und so meldete ich mich schließlich 2007 bei Facebook an. Bis ganz zum Schluss war ich mit einigen davon vernetzt, auch wenn der richtige Kontakt schon lange zuvor aufgehört hatte. Dennoch fiel es mir auf einmal schwer, diesen nun endgültig einzustellen. Auf einmal überkamen mich lauter Was-Wäre-Wenn-Szenarien. Was wäre wenn ich noch einmal mit Anna aus der Grundschule reden wollte, obwohl wir nicht mehr miteinander gesprochen haben, seit ich vor fünf Jahren ihre Freundschaftsanfrage annahm? Was, wenn David, den ich vor drei Jahren auf dem Festival kennenlernte,  auf einmal wissen möchte wie es mir geht und mich nicht mehr erreichen kann? Szenarien, die wissentlich niemals eintreten werden, aber die mir dennoch auf einmal wichtig genug erschienen, um nicht begeistert und voller Elan auf den „Account löschen“ Button zu drücken. 

Die Wahrheit ist jedoch, dass ich mich schon sehr lange nicht mehr wirklich aktiv auf Facebook beteiligt habe. Ich war immer mal wieder phasenweise lange Zeit nicht online und wenn ich online war, dann habe ich halbwegs lustlos durch meine Timeline gescrollt. Habe die bewusst positiv inszenierten Ereignisse anderer überflogen und mich dabei in meiner unzureichend aktiven Lebensgestaltung ertappt gefühlt. Selber gepostet habe ich das letzte Mal etwas vor einer gefühlten Ewigkeit. Dafür habe ich, verglichen mit meinen Facebook Freunden, zu wenig erlebt und nichts zu posten ist allemal besser, als zuzugeben, dass ich mir eben keinen Luxusurlaub, spontane Kurzreisen oder jeden Abend ein teueres Essen beim hippen Italiener leisten kann. Das ich weder verlobt bin, noch Kinder bekomme oder mir ein Haus baue. Ich habe ja noch nicht einmal meine Traumwohnung gefunden, die ich dekorativ einrichten kann, um davon Fotos zu machen, die ich dann virtuell auf Facebook, Instagram & Co teile. Bei mir herrscht monotone Langeweile, anstelle von spannender Spontanität vor. Nichts zu posten verleiht mir zumindest noch die Illusion eines solchen Lebens. Die rein theoretische Möglichkeit dessen. Was ich nicht offiziell bestätige, kann also maximal eine Vermutung sein. Im besten Fall fragen sich meine „Freunde“ also, was ich wohl so treibe und was für ein tolles Leben ich wohl führe, das ich gar nicht mehr zum posten auf Facebook Zeit finde. Im etwas realistischeren Szenario vergessen sie mich schlichtweg. Aus den Augen aus dem Sinn, in dem Aspekt unterscheidet sich Facebook nicht sehr viel mehr vom reale Leben. Womit wir wieder beim Ausgangspunkt wären. 

Warum mit jemanden „befreundet“ sein, mit dem man sich offenkundig auseinander gelebt hat bzw. im realen Leben auch keinen Kontakt hält? Möchte man wirklich das Leben der anderen verfolgen? Realistisch betrachtet werde ich dem wirklich gut aussehenden Kommilitonen jetzt auch nicht mehr sagen, wie verknallt ich während des Studiums in ihn war, zumal er mittlerweile auch geheiratet hat. Facebook sei Dank, weiß ich so etwas. Warum also fällt es mir so schwer, mich von einer rein virtuellen Freundschaft zu lösen, die offenkundig nicht illusorischer sein könnte? Weil ich darauf hoffe, dass wir irgendwann doch noch einmal miteinander reden? Weil ich mir alle Möglichkeiten offen halten möchte? Oder möchte ich vielleicht nur an der ungenutzten und verpassten Gelegenheit festhalten, weil ich nicht bereit bin, mir diese endgültig einzugestehen solange zumindest noch theoretisch die Möglichkeit besteht? 

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Facebook ist moderner Voyeurismus für jedermann. Wir ergötzen uns an dem Leben anderer, vergleichen uns damit und fühlen uns hinterher schlecht, und das alles bequem von der Behaglichkeit unseres Sofas aus. Bequemer geht es nicht. Wir müssen nicht einmal vor die Tür, uns tatsächlich mit jemandem treffen, oder uns mit jemandem unterhalten. Und mehr noch, wir haben so den kompakten Überblick über alle unsere Freunde, Verwandte und Bekannte. Ja, selbst über Menschen, die uns eigentlich vollkommen fremd sind, aber an deren Leben wir dennoch ein Interesse haben. Wir erhoffen uns so eine Zeitersparnis, denn wenn wir mit all diesen Personen tatsächlich reden würden, um all diese Informationen zu erhalten, wäre wir sehr lange beschäftigt. Dabei entgeht uns zumeist, wie viel unserer eigenen Zeit wir dabei in das Leben anderer investieren, ohne das diese jemals davon erfahren werden. Nur, ob wir all diese Informationen wirklich brauchen ist fragwürdig. Interessiert es mich wirklich, ob Sandra aus der Grundschule jetzt geheiratet hat? Oder was die Nachbarin drei Straßen weiter gestern zum Frühstück gegessen hat? 

Die Antwort ist nein. Facebook hat in meinem Leben im Verlauf der Jahre schlichtweg an Bedeutung verloren. Ich möchte mich nicht ständig am Leben anderer Leute messen, die einen ganz anderen Lebensweg haben als ich. Ich möchte nicht wissen, wer gerade zusammen gezogen ist, eine Kind bekommen hat, sich verlobt oder geheiratet hat, seinen Traumjob ergattert oder ein neues Auto gekauft hat. Natürlich möchte ich all diese Dinge auch. Aber ich möchte nicht ständig vor Augen gehalten bekommen, dass ich sie eben (noch) nicht habe. Auf manche dieser Dinge habe ich zur Zeit keinen Einfluss und wiederum andere würden auch gar nicht zu meinem Leben passen. Realistisch betrachtet werde ich viele dieser Dinge vermutlich niemals haben, aber sollte ich mich deswegen schlecht fühlen? Nein! Trotzdem fühlte ich mich schlecht, beim steten Lesen von so viel vermeintlichem Glück. Ich konnte einfach nicht umhin mich ständig zu fragen: „Was habe ich eigentlich falsch gemacht, dass ich all das nicht habe? Stimmt da was mit mir nicht?“. Es hat etwas gedauert, bis mir klar wurde, dass unterschiedliche Leben einfach unterschiedlich verlaufen und das vermutlich niemand ein rundherum perfektes Leben führt. Der unschöne Nebeneffekt an Facebook ist nämlich der, das wir uns zwar ständig up to date fühlen, was das Leben anderer betrifft, aber eben auch unsere eigenen Möglichkeiten und Entscheidungen an denen anderer messen. Und genau darauf hatte ich irgendwann keine Lust mehr. Die Frage ist daher, ob ich diese Dinge wirklich erreichen möchte und welche Möglichkeiten mir mein eigenes Leben bietet. Sich permanent mit einem Leben zu messen, das nur sehr wenig mit dem eigenen zu tun hat, ist wenig förderlich für das eigene Glück. Es deprimiert, demotiviert und führt letztlich zu einer einseitigen und negativeren Selbstwahrnehmung. Fakt ist, ich mag mein Leben, nur nicht, wenn ich anfange es mit dem anderer zu vergleichen. Es ist einzigartig, genau wie das der anderen und daher erachte ich den Versuch, es vergleichen zu wollen, als schlichtweg unmöglich. Ich möchte gar nicht anders sein als ich bin, aber genauso wenig möchte ich mein Leben zur Schau stellen oder es an anderer Leute Leben messen. Es ist schließlich mein Leben.

Und so habe ich schlussendlich meinen Account gelöscht. Weil ich keine Lust mehr auf Oberflächlichkeit hatte, und ich mich wieder nach mehr Ehrlichkeit und „echten“ Freundschaften gesehnt habe. Es ist einfach so einfach, nur das beste Selfie von sich zu posten oder nur von den positiven Ereignissen zu berichten, obwohl es gerade die unperfekten Ereignisse, Eigenschaften und Fehler an uns sind, die uns menschlich  machen. Und genau das hat mir gefehlt. Menschlichkeit. Seitdem haben sich viele Freundschaften auch tatsächlich vertieft. Dadurch, dass ich meine Freunde wieder anrufen muss, um etwas von ihnen zu erfahren, ist der Kontakt sehr viel echter und intensiver geworden. Who cares ob die Cupcakes, die ich zum Treffen mit meinen Freunden mitbringe nicht perfekt aussehen, oder ich mich mal wieder vor versammelter Mannschaft lächerlich mache? Genau dafür sollten Freunde doch da sein. Um uns so zu akzeptieren wie wir sind und um unser Leben, mit seinen guten und schlechten Ereignissen, zu teilen. Gemeinsam, aber allem voran ehrlich. Und das sollte reichen.
Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die so richtig glücklich machen. Hier sind 11 kleine Dinge, die diesen Monat bei mir für großes Glück sorgen

Was ist Glück? Ein Gewinn im Lotto? Ein Leben voller Reichtum oder schöner Dinge? Wo beginnt Glück und wann ist man glücklich?

Die Amerikaner haben einen Ausdruck, das in Worte zu fassen, was uns alle antreibt.

Auch, wenn es diesen Blog schon etwas länger gibt, so war es in den letzten Monaten sehr still auf dasgluexkind.de. Blogtechnisch war das vergangene Jahr nicht sehr aufregend, dafür ist hingegen privat sehr viel passiert, mit dem ich lange Zeit nicht richtig umzugehen wusste. So viel sogar, dass ich dem Namen dieses Blogs nicht einmal mehr ansatzweise hätte Ehre machen konnte. Und auch, wenn das eigentlich kein Anlass zur Freude ist, so habe ich auch genau aus diesem Grund wieder Anlass zum bloggen. Ich habe einfach keine Lust mich länger zu verstecken. Hinter dem, was ich gerne sein würde, aber niemals sein werde, oder etwas, was ich ganz einfach nicht bin. Irgendwie habe ich lange für diese Erkenntnis gebraucht, ich weiß. 


Aus diesem Grund wage ich also einen Neustart. Und mit Neustart meine ich einen so richtigen Neustart. Bis auf einige wenige Ausnahmen habe ich daher alle alten Blogposts entfernt. Natürlich sind diese auch ein Teil von mir, doch ich möchte ab jetzt eine klare Linie mit diesem Blog verfolgen. Etwas, das aus meiner Sicht lange gefehlt hat und nachdem ich mich lange gesehnt habe. Ich habe mich lange gefragt, warum ich einfach nicht DIE zündende Idee haben kann. Mittlerweile habe ich zumindest einen Kopf voller konkreter Ideen. Vielleicht werde ich nie DIE Idee haben, aber dann wiederum stelle ich mir die Frage, ob es so etwas wie die eine Idee überhaupt gibt?

Gerade weil ich nicht jeden Tag aufstehe und denke "Boah, hab ich ein Glück im Leben!" oder "Man, bin ich heute glücklich" habe ich mir in den vergangenen Monaten eine Menge Gedanken zum Thema Glück gemacht  und die Erkenntnisse zu denen ich dabei gekommen bin, möchte ich von nun an mit euch teilen. Ab jetzt wird es auf diesem Blog um das Thema Glück gehen. Was ist Glück? Was macht glücklich? Wie schafft man es glücklich zu sein... All das und noch vieles mehr wird euch in Zukunft erwarten. Vom Suchen und Finden nach sich selbst und dem kleinen & großen Glück. Das wird das neue Motto sein!
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Teilnahmebedingungen:
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Ich bin gespannt auf deine Teilnahme und drücke dir die Daumen! ♥
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Auch wenn ich mich schon sehr auf die Weihnachtszeit freue, so habe ich mich in letzter Zeit doch nach ein wenig Sonnenschein gesehnt. Darum habe ich zwei Wallpaper designt, die für extra gute Laune sorgen. Ein Blick auf mein iPhone und schon kann mir das triste Novemberwetter nichts mehr anhaben. Die Links zum downloaden findet ihr weiter unter.


Die Wallpaper gibt es in zwei verschiedenen Varianten. Variante 1 mit rosa Flamingo. Variante 2 mit grauem Flamingo. Alle Wallpapers haben die optimale Größe für das jeweilige Gerät und unterstützen die Perspektiv-Darstellung. Dafür zum Downloaden einfach die unten stehenden Links benutzen. 


Variante 1


Variante 2


Die Wallpaper könnt ihr gratis herunterladen und nutzen. Sie sind jedoch ausschließlich zum privaten Gebrauch vorgesehen. Wenn ihr die Wallpaper mit anderen teilen wollt, könnt ihr das sehr gerne unter Angabe der Quelle tun.

Ich hoffe sie gefallen euch genauso gut wie mir!

P.S. Natürlich könnt ihr die Wallpaper auch für andere Smartphones wie z.B. Samsung, HTC & Co verwenden. Dafür am besten die Version für das iPhone6 auf euerem Smartphone downloaden und die Größe dementsprechend etwas anpassen.
Nein, ich mag normalerweise keine Popmusik. Ja, ich bin da sehr wählerisch. Entgegen der allgemeinen Auffassung mag ich den alten, "typischen" Coldplay Sound sehr gerne. Doch in letzter Zeit habe ich mich nach Energie geladener Musik gesehnt und so kommt Adventure Of A Lifetime genau richtig. 

Auch wenn es diesbezüglich bereits im Vorfeld einige Spekulationen gab, so erfolgte die Release ohne Vorankündigung seitens der Band. So war es auch für Journalisten und eigentlich sonst sehr gut informierte Insider, eine kleine Überraschung heute zum ersten Mal in die neue Single und einen wieder anderen Coldplay Sound hinein zu hören. Pünktlich zur Weihnachtszeit wird dann auch das Album Head Full Of Dreams folgen. Nachdem die Band um Frontman Chris Martin nach zweijähriger Welttournee erst letzten Jahr mit Ghost Stories ihr insgesamt sechstes Studioalbum veröffentlich hatte, verzichteten sie zum ersten Mal auf eine Tour und zogen sich stattdessen nach einer verhältnismäßig kleinen Promotour sowie vereinzelten Live-Auftritten lieber erneut ins Studio zurück. "Revitalised, they’ve made an album that’s bursting with energy, colour and big, life-affirming moments such as the ebullient Adventure Of A Lifetime and the rocket-powered Hymn For The Weekend." So entstand ein neuer, kraftvoller Sound, der die musikalische Bandbreite der Band einmal mehr eindrucksvoll symbolisiert.

Adventure Of A Lifetime ist zwar poppiger, als man es von Coldplay gewohnt ist, der für die Band ganz unverkennbare Sound ist aber trotz allem deutlich zu hören. Wenn man sich bei Coldplay auf eines verlassen kann, dann das die Band sich und ihren Sound stets weiterentwickelt. Coldplay selbst haben die Arbeit an dem kommendem Album als einen ihrer bisher kreativsten Prozesse beschrieben, in welchen sie all ihre Energie und Herzblut gesteckt haben. Niemals zuvor hätten sie es so genossen ein Album aufzunehmen, ließen sie zur Release der neuen Single verlauten.

Auf dem, am 4. Dezember folgenden, siebten Studioalbum A Head Full Of Dreams werden, neben der jetzt veröffentlichten Single, auch mehrere Gäste gefaetured werden. Die iTunes Tracklist kündigt bereits ein Duett mit der schwedischen Newcomerin Tove Lo an und auch Beyoncé und Noel Gallagher sollen pitchfork zufolge auf dem Album musikalisch vertreten sein. Coldplay selbst halten sich diesbezüglich eher bedeckt. "We're very pleased to report that Coldplay's seventh album, A Head Full Of Dreams, will be released worldwide on Friday, December 4 via Parlophone Records," heißt es dazu lediglich.

Eine Information dürfte die Fans jedoch besonders erfreuen. Auch wenn noch keine offiziellen Termine bestätigt wurden, so plane die Band im kommenden Jahr auf große Welttournee zu gehen. "This time they plan to take it around the world" heißt es im offiziellen Newsletter. Auf der bandeigenen Webseite wird eine mögliche Tour zumindest nicht ausgeschlossen. "No dates are currently scheduled. But watch this space..." heißt es da lediglich. Das Gerücht, dass mit A Head Full Of Dreams auch das finale Kapitel der Band selbst beginnt, hält sich derweil weiterhin. Im vergangenen Jahr, als sich Coldplay ins Studio begaben, ließ Chris Martin in einem Interview mit Zoe Camp verlauten: "I have to think of it as the final thing we're doing. Otherwise we wouldn't put everything into it." Ob damit tatsächlich ein Abschied gemeint ist, dazu äußerte sich weder Martin, noch der Rest der Band bisher. Gemeint könnte damit auch einfach nur eine Adaption des Sprichworts "Lebe jeden Tag, als ob es dein letzter wäre" sein. Indem man alles bereit ist zu geben, ohne etwas für später(e Alben) zurückzuhalten, kommt ein Werk voller Emotionen und Ehrlichkeit zustande. Es bleibt vorerst erst einmal spannend, nicht zuletzt aufgrund der noch ausstehenden Albumrelease.


Als ich neulich zum Geburtstags-essen bei Freunden war, gab es dort zur Vorspeise eine leckere Kürbissuppe. Da ich selbst schon mehrere Varianten der Kürbissuppe ausprobiert habe, jedoch noch keine mit Süsskartoffeln, habe ich mich nach dem Rezept erkundigt. Überraschenderweise wurde mir mitgeteilt, dass dieses Rezept von lidl-kochen.de sei. Das kannte ich so bis dahin noch gar nicht. Grund genug für mich, das Rezept einmal selbst nach zu kochen, wobei ich es dann doch hier und da noch etwas abgewandelt habe.

Das braucht man dafür:
500 g Butternut‐Kürbisse, ersatzweise Hokkaido
400 g Süßkartoffeln
1 große Zwiebel 
frischer Ingwer
1 Knoblauchzehe
3 EL Oliven- oder Rapsöl
Salz & Pfeffer
1l Gemüsebrühe (2 Portionen Brühe auf 1l Wasser, ich achte dabei stets darauf, dass die Brühe keine Geschmacksverstärker beinhaltet) 
2 Stiele Minze
2 Stiele Koriander 
frische Sahne oder Kokosmilch


So wird es gemacht 
Den Kürbis halbieren, und die Kerne mit einem Esslöffel entfernen. Anschließend wird der Kürbis in mundgerechte Stücke geteilt und die Schale abgeschnitten. Am besten klappt das meiner Erfahrung nach mit einem Brot- oder Tranchiermesser. Ganz so genau muss es nicht sein, wichtig ist nur, dass später alles in den Topf passt und schneller gar wird. Die Süßkartoffeln schälen und ebenfalls in kleine Portionen teilen. Dabei darauf achten auch die weißliche Schicht, welche direkt unter der Kartoffelschale sitzt, zu entfernen, da diese Bitterstoffe enthält.

Die Kartoffelstücke mit den Kürbisstücken zusammen in einen ausreichend großen Topf geben (er sollte mindestens noch 10cm Platz nach oben hin haben), das Öl hinzufügen und für etwa 5 Minuten unter rühren anbraten. Die Zwiebel sowie der Knoblauch werden grob gehackt ebenfalls hinzugegeben. Von dem frischen Ingwer etwa 1cm abschneiden, schälen und fein gerieben mit in den Topf geben. Alles zusammen weitere 1-2 Minuten anbraten, dabei gut umrühren und darauf achten, das es nicht anbrennt (ggf. noch mit etwas Öl auffüllen). Ich gebe danach gerne noch 1 El braunen Zucker über die Kürbis-Kartoffel-Stücke und karamellisiere diese so unter ständigem rühren nach ungefähr 2-3 Minuten. Zum Schluss wird die "Suppe" mit der Gemüsebrühe abgelöscht und bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten gar gekocht. Sobald der Kürbis gar ist (daran zu erkennen, dass er weich und faserig aussieht) die Minze hinzufügen und alles mit einem Pürierstab sehr fein pürieren. Sollte die Suppe zu dickflüssig sein, einfach noch mit ein wenig Brühe oder Wasser aufgießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und anrichten. Einen Schuss Sahne darüber verteilen, mit einem Löffel spiralförmig einrühren und mit etwas gehacktem Koriander garnieren.

Dazu passt übrigens hervorragend eine Scheibe Roggenbrot.
Et voilá, Guten Appetit!
Langsam neigt der Herbst sich seinem Ende entgegen. Fast unbemerkt schlich sich die Zeit an mir vorbei. Die Bäume trennen sich von ihren Blättern und ich habe es nicht einmal bemerkt. Dabei wische ich sie jeden Morgen von meiner Windschutzscheibe. Unbewusst und unbemerkt. Sie erinnern mich an Verlust und mit Verlust komme ich momentan nicht gut zurecht. Vielmehr bin ich bemüht die Möglichkeit dessen zu verdrängen.

In den Geschäften wird inzwischen die Weihnachtsdekoration aufgebaut. Auch das bemerke ich erst, als ich mich auf einmal inmitten von Lichterketten und Christbaumschmuck wieder finde. Leise murmelnd bemängel ich die, durch die immer früher verkauften Weihnachtsartikel, fehlende eigentliche Weihnachtszeit. "Aber die werden doch immer ab Ende Oktober verkauft", kommt es mir entgegen. Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich meinen Gedanken laut ausgesprochen hatte. Ich blicke auf und sehe einen älteren Herrn, der kaum merklich mit dem Kopf schüttelt, bevor er weiter geht. Erst jetzt bemerke ich den Glasvogel in meiner Hand. Einen jener aufwändig verzierten, mit fedrigem Schweif, den man als Dekoration an den Tannenbaum steckt. Als ich aufsehe, stelle ich fest, das ich mich inmitten der neu aufgebauten Weihnachtsabteilung befinde. Es war mir nicht einmal aufgefallen. Ich bewege mich weiter durch den Baumarkt. Fast so, als wäre ich ferngesteuert. Mehr automatisch, als bewusst handelnd. Weihnachten, das ist für mich noch so weit weg. Den Vogel halte ich noch immer in der Hand. Ich starre ihn an und merke, wie sich eine Traurigkeit in mir ausbreitet, auf die ich nicht vorbereitet war. Mit einem Mal wird mir bewusst, dass dieses Weihnachten anders werden wird. Ohne Vorwarnung und aus heiterem Himmel. Darauf war ich nicht gefasst. Den Vogel in der Hand haltend, denke ich darüber nach. Meine Mutter liebt diese Vögel, ebenso wie zuvor bereits ihre Mutter. Vielleicht gerade deswegen. Überhaupt liebt sie Weihnachten. Es ist mit Ostern zusammen ihre liebste Jahreszeit. Wegen all der Dekoartikel und weil sie es liebt unser Zuhause zu dekorieren. Ich kenne niemanden, der das so gut kann wie sie. Es wäre auch nicht das gleiche. 

Den Blick auf den Vogel gerichtet, denke ich an meine Mutter und in mir keimt die Frage auf, wie ich das mit Weihnachten und dem Dekorieren machen soll, wenn ich ganz auf mich allein gestellt sein sollte. Ich kann ja noch nicht einmal den Anblick eines einzelnen Vogels bewerkstelligen. Dieses Weihnachten wird anders werden als all die Jahre zuvor, denn meine Mutter hat Krebs. Ich kann nicht umhin mich zu fragen, wie viele Weihnachten mir noch mit ihr bleiben. Inmitten der Weihnachtsdeko und umgeben von Menschen die fröhlich all die schönen und strahlenden Schmuckstücke bestaunen, ist mir auf einmal überhaupt nicht mehr nach Einkaufen zumute. Ich würde mich am liebsten in mein Bett legen. Die Decke bis zur Nasenspitze ziehen und mich in mein Kissen kuscheln. Stattdessen bahne ich mir langsam einen Weg durch all die Tische und Stände. Am liebsten würde ich sofort den Markt verlassen. Das alles einfach hinter mit lassen und nach Hause fahren. Vergessen was geschehen ist und es ausblenden. Das kann ich nur leider nicht, denn ich habe noch nicht meine To-Do Liste abgearbeitet. Und so stehe ich stattdessen zwischen Glühbirnen und Schraubenziehern und ringe mit den Tränen. Ich versuche mich tapfer weiter durch den Markt zu bewegen. Kämpfe gegen den Impuls des Weinens an. Langsam rollt mir dabei eine Träne aus dem Augenwinkel. Vor den Augen der anderen verborgen, entferne ich sie mit dem Ärmel meiner Jacke. Bloß nicht zusammenbrechen. Nicht hier. Nicht nachdem ich es wochenlang geschafft habe stark zu bleiben. Die Musik, die im Hintergrund läuft, wechselt. Auch das war mir bisher nicht aufgefallen. Das überhaupt Musik gespielt wird. "Und jeder Atemzug, hängt am seidenen Faden, nur solang bis wir da sind." Die Worte hallen in meinem Kopf nach.

Ich stehe mittlerweile an der Kasse und bin krampfhaft darum bemüht nicht die Kontrolle zu verlieren. Über mich. Über meine Gedanken. Über die Tränen, die ich zurückzuhalten versuche. Ich bin bemüht alles zusammen zu halten. Wie ein Kartenhaus, das nicht zusammenbrechen darf. "Was bleibt mir übrig, ich kann das nicht ignorieren. Der Schein trügt nicht, ich darf nicht die Kontrolle verlieren." Der Song läuft weiter. Die Worte schmerzen wie Messerstiche und könnten doch nicht treffender sein. Plötzlich bekomme ich Wut. Wut auf Tim Bendzko, dass er so ein Lied singt. Wut auf den Baumarkt, indem sie so ein Lied spielen. Wissen die denn nicht, dass so etwas unsensibel ist? Das es Menschen gibt, denen es ganz und gar nicht gut geht? Menschen, auf die genau das zutrifft. Ich merke, wie mir langsam eine Träne das Gesicht herab läuft. Gefolgt von einer zweiten und dritten. So sehr ich mich auch bemühe sie zurückzuhalten. Am liebsten würde ich meine Einkäufe auf dem Band liegen lassen und hinaus laufen. Mich in die schützende Vertrautheit meines Wagens begeben. Etwas Privatsphäre haben. Doch das geht nicht. Vor mir blockiert eine Familie mit zwei Kindern den Weg, in dem Versuch Wechselgeld und Einkäufe zu verstauen. Das Piepen der Kasse holt mich aus meinen Gedanken zurück. Meine Waren werden über das Band gezogen. "Alles ok?", fragt mich die Verkäuferin. Die Worte treffen mich unvorbereitet. "Nein", antworte ich daraufhin wahrheitsgemäß. Das erste Mal seit Wochen. "Oh", sagt sie nur und schweigt einen kurzen Moment. Den Blick starr auf die Kasse gerichtet hakt sie noch einmal kurz nach: "Aber es geht ihnen doch gut?" "Ja, aber jemandem der mir sehr nah steht leider nicht", antworte ich. Plötzlich habe ich das Bedürfnis darüber zu sprechen. Jemandem alles anzuvertrauen, der mich nicht kennt. Es mir von der Seele zu reden, was ich meiner Familie gegenüber nicht zu sagen bereit bin. Doch der Moment ist vorbei. Die Verkäuferin verkündet mir bereits die Summe meiner Einkäufe. Offenbar hat sie ihre Antwort bereits erhalten und so reiche ich ihr stumm das Geld herüber und nehme meine Einkäufe. Ich gehe hinaus und bin froh, meine Tränen nicht mehr zurückhalten zu müssen. Dieses Weihnachten wird alles anders, dass iwird mir nun schmerzlich bewusst.
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